Familiencoaching

 

In unserer Praxis für ganzheitliche Hilfe im Kreis Mayen-Koblenz bieten wir professionelle Unterstützung bei allen Arten von Familienproblemen. Unser Angebot richtet sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Familien mit Kindern.  Familienproblematiken sind häufig äußerst komplex und weisen eine eigene Dynamik auf. Um festgefahrene Situationen zu lösen, ist es in vielen Fällen entscheidend, neue Perspektiven zu integrieren und ein hohes Maß an Verständnis für die betroffenen Familienmitglieder zu entwickeln. Besonders hervorzuheben ist unsere Möglichkeit, sowohl als Einzeltherapeut als auch als Therapeutenpaar direkt mit der Familie zu arbeiten. Wir behandeln die Anliegen der gesamten Familie stets mit höchster Vertraulichkeit und Diskretion.

 

Schwerpunktthemen 

 

  • Die eigenen Bedürfnisse: Die Erfüllung eigener Bedürfnisse spielt eine entscheidende Rolle im Familienverbund. Wenn die eigenen Bedürfnisse im Leben an erster Stelle stehen, kann dies negative Auswirkungen auf die familiären Bindungen haben. In der Tat ist die Selbstbezogenheit häufig eine Hauptursache für das Zerbrechen familiärer Beziehungen. Wenn familiäre Bindungen zerfallen, steht jeder Einzelne im Leben allein und muss die Herausforderungen ohne Unterstützung bewältigen. Um die familiären Bindungen aufrechtzuerhalten, ist es ratsam, persönliche Bedürfnisse zunächst zurückzustellen und den Bedürfnissen der Familie den Vorrang zu geben. Ein stabiler Familienverbund bietet zahlreiche Vorteile, da er alle Mitglieder auch in schwierigen Zeiten zusammenhält und verhindert, dass jemand auf der Strecke bleibt. Darüber hinaus kann die Kombination der unterschiedlichen Fähigkeiten jedes Familienmitglieds erheblich zur Bewältigung dieser Herausforderungen beitragen, sodass sie gemeinsam gemeistert werden können. 

 

  • Familiäre Generationskonflikte:  In jeder Familie begegnen wir verschiedenen Generationen, die jeweils eigene Werte und Vorstellungen haben, wie die Dinge zu handhaben sind. Ein gegenseitiges Unterstützen zwischen den Generationen führt zu ganzheitlichen Ergebnissen und fördert das Wohl der gesamten Familie. Wenn jedoch eine Generation, insbesondere die älteren, ständig versucht, sich in die Angelegenheiten der jüngeren Generation einzumischen, um ihre Sichtweisen durchzusetzen, entstehen schnell Konflikte. Dieses Einmischen ist oft ein Versuch der Kontrolle, der darauf abzielt, den eigenen Willen durchzusetzen – selbst wenn dies aus gut gemeinten Absichten geschieht. Diese Dynamik kann zu Spannungen führen und im schlimmsten Fall die familiäre Bindung gefährden. Wenn die familiären Beziehungen brechen, verlieren letztlich alle. Deshalb ist es sinnvoll, solchen Bruch durch professionelle Unterstützung entgegenzuwirken. 

 

  • Die Beziehung unserer Eltern: Wie in jeder Beziehung können auch die Beziehungen zu den eigenen Eltern von Konflikten und Auseinandersetzungen geprägt sein. Wenn wir als Kinder in die Beziehungsangelegenheiten unserer Eltern eingreifen, kann das oft die Situation eher verschärfen, als sie zu entschärfen. Manchmal gießen wir unabsichtlich Öl ins Feuer, wodurch die Lage weiter eskaliert. Es ist grundsätzlich sinnvoll, sich nicht in die Konflikte unserer Eltern einzumischen. Dadurch ermöglichen wir ihnen, ihre Angelegenheiten selbst zu klären, was letztendlich ihre Verantwortung ist. Lassen wir auf der anderen Seite zu, dass unsere Eltern uns in die Konflikte mit dem eigenen Partner hineinziehen, verstärken sich die gegensätzlichen Positionen und es entsteht eine Lagerbildung. Oftmals versucht ein Elternteil, uns auf seine Seite zu ziehen, um seine eigene Position zu stützen. Dies führt zu einem "guten" und einem "schlechten" Teil im Spiel und verstärkt die Spaltung zwischen den Eltern, was beiden Seiten schadet. Wenn ein Elternteil versucht, uns für sich zu gewinnen, ist es wichtig, dem entgegenzuwirken. Unsere Neutralität kann beiden Elternteilen zugutekommen. 

 

  • Die Unterstützung der eigenen Eltern: Wenn die eigenen Eltern älter werden, ist es zu erwarten, dass sie Unterstützung im Alltag benötigen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn sie sich friedlich verhalten. Jegliche Form von Aggressivität seitens der Eltern darf zum Schutz aller Beteiligten nicht toleriert werden. Die Unterstützung der Eltern sollte nur dort erfolgen, wo ihre eigenen Fähigkeiten nicht ausreichen, um alltägliche Herausforderungen zu bewältigen. Das Ziel hierbei ist die Erhaltung und Förderung der Selbstständigkeit – ein Konzept, das als "Hilfe zur Selbsthilfe" bekannt ist. Bei der Unterstützung Ihrer Eltern ist es entscheidend, ihnen nicht alles abzunehmen, nur weil die Dinge nicht schnell genug vorangehen oder nicht unseren idealen Vorstellungen entsprechen. In solchen Fällen besteht die Gefahr, einen degenerativen Prozess einzuleiten, der zu einem Verlust der Selbstständigkeit führt, was sich negativ auf alle Beteiligten auswirken kann. Eine der Hauptursachen, warum wir mit der Unterstützung unserer eigenen Eltern überfordert sind, sind die Schuldgefühle, die wir ihnen gegenüber empfinden. Diese Schuldgefühle treiben uns ständig an, aktiv zu werden, was letztendlich zu unserem eigenen Ausbrennen führen kann. Es ist nicht möglich, Schuldgefühle einfach durch Handlungen abzubauen, daher müssen wir einen nachhaltigeren Ansatz finden. Auf der anderen Seite ist es wichtig, die Problematiken unserer Eltern nicht zu dramatisieren. Dies kann zu emotionaler Erschöpfung führen und sich zusätzlich negativ auf unseren mentalen Zustand auswirken. Die Lösung liegt in der Schaffung von mentaler und emotionaler Stabilität. Dies fördert einen gelassenen Umgang nicht nur mit der Situation, sondern auch mit unseren eigenen Eltern, die ebenfalls stark davon profitieren.

 

  • Die eigenen Kinder: Unsere Lebensgemeinschaft kann sowohl leibliche als auch nichtleibliche Kinder umfassen. Jedes dieser Kinder können wir als Teil unserer Familie ansehen, ohne einen Unterschied zwischen leiblichen und nichtleiblichen Kindern zu machen. Dies ist keine rechtliche Frage, sondern eine persönliche Angelegenheit. Hierbei ist es unerheblich, was andere Menschen über diese Situation denken; vielmehr zählt, was wir selbst für richtig halten. Das, was unser Elterndasein letztendlich prägt, ist unsere Fähigkeit, für unser Kind da zu sein, wenn es Hilfe und Unterstützung benötigt. Es ist entscheidend, dass wir nur dann wirklich helfen können, wenn wir über unsere eigenen Herausforderungen hinausblicken. Wenn wir ständig mit der Erfüllung unserer eigenen Bedürfnisse oder persönlichen Problemen beschäftigt sind, können wir nicht wirklich für unser Kind da sein, wenn es unsere Hilfe braucht. Unsere Kinder sind auf diese Unterstützung angewiesen. Wenn wir lernen, unsere eigenen Bedürfnisse und Anliegen vorübergehend zurückzustellen und ihnen die Hilfe zu bieten, die sie benötigen, kommen wir letztendlich alle weiter. 

 

  • Die Kommunikation mit dem eigenen Kind: Die Kommunikation mit unserem Kind spielt eine entscheidende Rolle für dessen Bewusstsein. Alles, was mit unserem Kind kommuniziert wird  hat das Potenzial, in dessen Bewusstsein verankert zu werden. Dazu zählen nicht nur unsere eigenen Einstellungen, sondern auch die, die wir von unseren Eltern übernommen haben und durch uns kommuniziert werden. Bei sämtlichen Einstellungen, die mit dem eigenen Kind kommuniziert werden, ist es wichtig zu beachten, dass sie im Bewusstsein des Kindes verankert werden können. Wenn diese Einstellungen negativ sind, beeinflussen sie das Kind und fördern ähnliche negative Denkweisen. Sind sie hingegen positiv, stärken sie die Entwicklung einer positiven Einstellung und positiver Denkweisen. Auch unsere eigenen Erfahrungen können durch Kommunikation mit dem eigenen Kind an dessen Bewusstsein weitergegeben werden.  Entscheidend ist, ob wir die negativen Erlebnisse in den Vordergrund stellen oder die wertvollen Lehren, die wir daraus gezogen haben. Das, was wir hervorheben, hat auch Einfluss darauf, was wir weitergeben.  Darüber hinaus spiegelt sich auch unser Umgang mit uns selbst in unserer Kommunikation wider. Wenn wir uns selbst schlecht behandeln, besteht die Gefahr, dass wir dieses negative Verhalten unbewusst an unser Kind weitergeben. Umgekehrt kann ein wertschätzender Umgang mit uns selbst die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass auch unser Kind gut mit sich selbst umgeht. Jede Botschaft, die wir übermitteln, hat Auswirkungen auf unser Kind. Daher ist es unerlässlich, unsere Kommunikationsweise regelmäßig zu reflektieren. 

 

  • Erziehung des eigenen Kindes : Die Erziehung eines Kindes ist eine Aufgabe, die nicht vom Kind selbst übernommen werden kann; sie liegt in unserer Verantwortung. Um unser Kind erfolgreich zu erziehen, ist es notwendig, Grenzen zu setzen. Diese Grenzen sind entscheidend für die gesunde Entwicklung des Kindes. Ohne klare Grenzen mag das Kind zwar körperlich wachsen, jedoch bleibt die geistige Entwicklung aus. Das Lernen und Einhalten von Grenzen sind für das Leben unseres Kindes in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung. Besonders wichtig ist die Fähigkeit zur Mäßigung, wenn es darum geht, die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Fehlt diese Fähigkeit, wird unser Kind möglicherweise in Maßlosigkeit abgleiten und ein egoistisches Verhalten entwickeln. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass unser Kind die Grenzen anderer Menschen überschreitet, was zu Schaden für diese führen kann – letztlich hat das auch Konsequenzen für das Kind selbst. Wenn das eigene Kind nicht lernt, Grenzen zu respektieren, wird es Schwierigkeiten haben, aus seinen Fehlern zu lernen und immer nach jemandem suchen, dem es die Schuld geben kann. Um sowohl das eigene Kind als auch andere zu schützen, ist es unerlässlich, dass wir ihm beibringen, Grenzen zu respektieren. Dazu gehört, dass wir selbst klare Grenzen setzen und konsequent deren Einhaltung gewährleisten. Wenn wir das nicht erreichen, ist es ratsam, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um persönliche Themen zu bearbeiten – sei es allein oder gemeinsam mit dem Kind.

 

  • Ständige Auseinandersetzungen mit dem eigenen Kind: Es gibt zahlreiche Gründe, warum Konflikte mit dem eigenen Kind in einer Lebensgemeinschaft entstehen können. Solche Konflikte sind ein natürlicher Bestandteil des Zusammenlebens, und sowohl wir als auch unsere Kinder müssen lernen, verantwortungsvoll damit umzugehen. Wenn das Kind versucht, seinen Willen durchzusetzen und wir dem immer wiedernachgeben, entwickelt es eine Strategie, um durch Druck seine Ziele zu erreichen. Oftmals kann dies auch mit Aggression einhergehen, die zum Ausdruck kommt, wenn das Kind seine Wünsche nicht erfüllt bekommt. Diese Dynamik führt zu ständigen Auseinandersetzungen, die das harmonische Zusammenleben belasten. Je älter das Kind wird, desto mehr Druck wird es ausüben, um seinen eigenen Willen durchzusetzen, was potenziell zu intensiveren Konflikten führt und der Lebensgemeinschaft schadet. Wenn wir unserem Kind nicht beibringen, dass es seinen Willen nicht mit Druck durchsetzen kann, enden wir in einem Teufelskreis ständiger Streitigkeiten. Unsere Nachgiebigkeit führt nicht zum gewünschten Erfolg, sondern entwickelt sich zu einem großen Problem, das sich nur schwer lösen lässt. Der anfangs einfache Weg wird im Nachhinein zur erheblichen Herausforderung. Im Extremfall können wir sogar an den Punkt gelangen, an dem wir nicht mehr mit unserem Kind zurechtkommen – und letztendlich verlieren alle Beteiligten. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir uns selbst und unseren Kindern keinen Dienst erweisen, wenn wir zulassen, dass Druck sie dazu bringt, ihre Wünsche ungebremst durchzusetzen. Letztlich kann dies die Beziehung innerhalb der Lebensgemeinschaft ernsthaft gefährden. 

 

  • Persönliche Themen des eigenen Kindes: Wenn Kinder älter werden, verändert sich nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr soziales Umfeld erweitert sich über die familiäre Gemeinschaft hinaus. Sie treten in Kontakt mit anderen Kindern, wozu der Besuch des Kindergartens oder der Schule gehört. Bei diesem Übergang verlassen sie ihre gewohnte Sicherheit und begeben sich in unbekannte Lebensbereiche, was zunächst Angst hervorrufen kann – ein völlig normales Gefühl. Zögert das eigene Kind kann sinnvoll sein, Ihrem Kind einen kleinen Anstoß zu geben und den Einstieg in diesen neuen Lebensabschnitt zu erleichtern. Obwohl wir als Eltern Unterstützung bieten können, muss das Kind diesen Übergang letztlich selbst meistern, was entscheidend für den Aufbau seines Selbstvertrauens ist. Bei diesem Wandel wird das Kind eine Fülle neuer Informationen verarbeiten müssen, was seine Psyche vor Herausforderungen stellen kann. Temporäre Schwierigkeiten wie Unruhe, Schlafprobleme, stressbedingte Bauch- und Kopfschmerzen oder sogar Bettnässen können auftreten, verschwinden jedoch in der Regel nach einer gewissen Zeit von selbst. Es ist ganz normal, wenn das Kind in dieser Phase entweder viel redet oder sich zurückzieht; beide Verhaltensweisen sind nicht bedenklich. Will das eigene Kind nicht in den Kindergarten oder zur Schule gehen, kann das den einfachen Grund haben, dass es einfach keine Lust dazu hat und lieber zu Hause bleiben möchte. Sollten körperliche Beschwerden jedoch anhalten oder das Kind ständig über diese Situation redet bzw. sich dauerhaft in sich zurückzieht, kann es sein, dass es mit einer Situation konfrontiert ist, die es alleine nicht bewältigen kann. Wenn das Kind den Kindergarten oder die Schule rigoros verweigert, können kritische Gründe vorliegen. Hierzu zählen Ängste, wie Trennungsängste, sowie physische Gewalt oder Mobbing, die ernst genommen werden sollten und unser Eingreifen erfordern.

     

    Wir arbeiten professionell mit der ganzen Familie zusammen, um effektive Lösungen für alle Familienmitglieder zu finden. Denn letztendlich kann nur das "Wir" gewinnen. Absolute Diskretion und Vertraulichkeit bilden die Grundpfeiler unserer Tätigkeit.